Sekundarstufe 1: 7. und 8. Klasse (12 bis 14 Jahre) 
Die erste lebende Fremdsprache („moderne Sprache“) steht für die erste Stufe des Sekundarbereichs in einem Umfang von 4 Wochenstunden in der Stundentafel.

Sekundarstufe 2: 9. und 10. Klasse (14 bis 16 Jahre)
Die zweite Fremdsprache („moderne Sprache“ II) wird in der 9. Klasse eingeführt.

Sekundarstufe 3: 11. und 12. Klasse (16 bis 18 Jahre)
In der Sekundarstufe 3 kann eine dritte Fremdsprache gewählt werden.

Die Sprachgesetzgebung

In der Wallonie können die zweite und die dritte Fremdsprache aus folgenden Sprachen ausgewählt werden: Niederländisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und Arabisch.

Immersives Lernen

Das Lernen von Fremdsprachen durch Immersion wird in allen Bildungszweigen angeboten: im allgemeinbildenden, technischen, künstlerischen und beruflichen Sekundarunterricht.

Die Einrichtungen dürfen immersives Lernen in maximal zwei Sprachen anbieten – ein Schüler/eine Schülerin kann jedoch nur für eine einzige Sprache Immersionsunterricht wählen.

8 bis 13 Unterrichtsstunden/Woche stehen für immersives Lernen zur Verfügung, zu denen in der Sekundarstufe 1 noch Unterrichtsstunden für ergänzende Aktivitäten hinzukommen können.

Die Prüfungen in den Fächern, die in der „Immersionssprache“ unterrichtet werden, finden ebenfalls in dieser Sprache statt.

Den Fremdsprachenunterricht durch Immersion übernimmt im Idealfall eine Person, deren Muttersprache die Immersionssprache ist, oder – wenn dies nicht möglich ist – eine Person, die diese Fremdsprache wie eine Muttersprache beherrscht.

Eine Übersicht über die Sekundarschulen, die immersives Lernen anbieten, finden Sie auf dem Bildungsportal der Föderation Wallonie-Brüssel: http://www.enseignement.be/index.php?page=23793

Die Sprachprogramme im Sekundarbereich

Die Europäischen Schulen

Die Zielsetzung der Europäischen Schulen liegt in der Erteilung von mehrsprachigem und multikulturellem Unterricht für Kinder in der Vorschule sowie im Primar- und Sekundarbereich.

Pädagogische Grundsätze: Die Vorrangstellung der Muttersprache der Schüler/-innen (L1) bleibt gewahrt. An jeder Schule gibt es mehrere Sprachabteilungen. Die Lehrpläne (mit Ausnahme der Lehrpläne für die Muttersprache) und die Sachfächer sind in allen Sprachabteilungen gleich.

Bei der Zulassung haben Schüler/-innen mit Eltern, die bei europäischen Institutionen beschäftigt sind, Vorrang; für Kinder von Eltern, die nicht Mitarbeiter einer europäischen Institution sind, ist ein (relativ hohes) Schulgeld zu entrichten.

Europäische Schule in Brüssel

Der Besuch der Europäischen Schule in Brüssel, die drei verschiedene Stufen umfasst (Kindergarten, Grundschule und Sekundarschule) wird mit dem Europäischen Abitur abgeschlossen. Es wird in acht Sprachabteilungen unterrichtet: Englisch, Dänisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Ungarisch, Italienisch und Polnisch. http://www.eeb1.com/